Pädagogische Audiologie

„Pädagogisch-Audiologische Beratungsstellen sind ein Haus,
in dem Pädagogik und Diagnostik unter einem Dach versammelt sind.“
Gerlinde Renzelberg


 

Die Pädagogisch-Audiologische Beratungsstelle übernimmt eine besondere Funktion im Netzwerk der Immenhoferschule.

Sie ist einerseits Kontaktstelle für alle Anfragen, wenn es um die Belange der Kinder mit einer peripheren Hörschädigung oder einer  Auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung ( AVWS ) geht.
In diesem Fall wird umfassende Beratung, pädagogische Diagnostik, ggf. Förderung oder Vermittlung von Förderangeboten, Fortbildung und Information in zwei Bereichen angeboten.
 
Dies sind die Frühförderung und der Sonderpädagogische Dienst.
 
Die Frühförderung ist Anlaufstelle für Familien mit Kindern, die noch nicht schulpflichtig sind. Der Sonderpädagogische Dienst richtet sich mit seinem Angebot an Familien mit schulpflichtigen Kindern und an Lehrerinnen und Lehrer aller allgemeinbildenden Schulen.

Früherkennung und diagnosegeleitete Förderung stützen sich auf Ergebnisse aus der Pädagogischen Audiologie. 

Andererseits ist die Beratungsstelle aber auch zuständig für schulinterne Aufgaben. Dies betrifft im Besonderen die Überprüfung der Hördiagnostik, die Kontrolle der Hörtechnik, die pädagogische Diagnostik zur Förderplangestaltung in allen Schulklassen sowie die Beratung und Fortbildung des Kollegiums.
 

 

 

Pädagogische Audiologie umfasst die pädagogisch audiologische Begutachtung, Beratung und Förderung.

 

Diagnostik für die pädagogisch audiologische Begutachtung 


Diagnostik ist immer mit Hördiagnostik verbunden.
Kinder und Jugendliche werden bei uns sowohl hinsichtlich peripherer Hörschädigungen als auch im Hinblick auf auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen überprüft.
Der Hörstatus betroffener Kinder und Jugendlicher wird regelmäßig kontrolliert und dokumentiert. Die Effektivität der Hörhilfen wird vor dem Hintergrund der Hörbeeinträchtigung kritisch hinterfragt. Dies findet in enger Absprache mit den jeweiligen Akustikern und Pädaudiologen statt.

Zur Überprüfung der peripheren Hörschädigung werden hördiagnostische Verfahren (Audiometrie) durchgeführt wie Hörschwellenmessung mittels Ton-, Spiel- oder Sprachaudiometrie (auch im Störschall).

Bei auditiven Wahrnehmungsstörungen (AWS) wird eine spezielle Differentialdiagnostik eingesetzt, um die betroffenen Teilbereiche der Hör- und Sprachwahrnehmung erfassen und beschreiben zu können. Hier werden u.a. das Sprachverständnis von leiser Sprache bzw. im Störschall, das dichotische Hören, die Lautdifferenzierung, das Lautheitsempfinden, das Richtungshören aber auch das auditive Gedächtnis überprüft; die auditive Aufmerksamkeit wird beobachtet. Gespräche mit Eltern und Kind sowie Beobachtungen im schulischen Alltag ergänzen die Diagnostik.

Um das Hörverhalten des Kindes differenziert interpretieren zu können, bieten wir weitere diagnostische Verfahren an.
Diese untersuchen den allgemeinen Entwicklungsstand, die kognitiven Fähigkeiten sowie Sprech- und Sprachkompetenzen. Die Schulleistungsdiagnostik wird mit standardisiertem und eigenem Beobachtungsmaterial durchgeführt.

Den Abschluss der diagnostischen Überprüfung bildet die pädagogische Begutachtung. Sie wird geleistet von Personen mit hörgeschädigtenpädagogischer Ausbildung.

 



Beratung

 

Die pädagogische Begutachtung mündet in ein Beratungsgespräch oder einen pädagogischen Bericht.

 

 

 

Förderung 
 

Aufgrund der pädagogischen Begutachtung erfolgt ggf. die Erstellung eines Förderplans. Diese regelmäßige diagnosegeleitete Förderung ist Grundprinzip der pädagogischen Arbeit an der Immenhoferschule.

Unsere Angebote der Pädagogischen Audiologie sind kostenlos.
 

 

Gerne können Sie vor einer Testung den Erfassungsbogen und vor einer AWS-Testung auch den Fragebogen herunterladen und ausfüllen. Formulare